Beginn des Impressums
Amt der VELKD    » mehr

Pressestelle
Herrenhäuser Str. 12
30419 Hannover

Tel.: 0511 / 27 96 -368 + -115
Fax: 0511 / 27 96 - 99 368
  • ABC
  • Schriftgröße Normal.
  • Schriftgröße Groß.
  • Schriftgröße Größer.
Information in English
Unser Selbstverständnis
Startseite

Vom Sonntag her leben - Die Trinitatiszeit

1. Sonntag nach Trintitatis

Es war aber ein reicher Mann: Die Geschichte vom reichen Mann und armen Lazarus, die als Evangelium diesen Sonntag "regiert" (Lk 16,19-31), hat viele Facetten. Mit Recht legt die Epistel 1 Joh 4,16b-21 den Akzent auf die Gottes- und Bruderliebe, die untrennbar zusammen gehören: »Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe« (V. 21). Keine Auslegung des Evangeliums kommt an diesem Satz vorbei. Die alttestamentliche Lesung zitiert das Schema, das Grundbekenntnis Israels, und knüpft damit an einen anderen Aspekt des Evangeliums an: »Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören« (Lk 16,29).

Das zweite Tagesgebet versucht, beide Aspekte miteinander zu verbinden: »Hilf, dass wir deine Stimme unterscheiden von den vielen anderen Stimmen, die auf uns einreden, damit unser Leben dir gehöre, getragen und geformt von deiner Liebe...« Legt man das Evangelium im Lichte des Eingangspsalms aus, ergeben sich ebenfalls überraschende Zusammenhänge: »Sieh doch mein Elend und errette mich; denn ich vergesse dein Gesetz nicht ... erquicke mich durch dein Wort« (Ps 119). Hört man genau hin, begegnen auch im wuchtigen Wochenlied EG 124 Motive des Evangeliums und der Epistel (»..an unserm Ende«; »...von Herzen einander lieben«). Das dritte Tagesgebet trifft dagegen kaum den ›Ton‹, den das Evangelium vorgibt, und auch der Wochenspruch Lk 10,16 verengt im Grunde das Spektrum der Geschichte auf einen, freilich wichtigen Aspekt.

 

Wochengebet für den 1. Sonntag nach Trinitatis

Gegenwärtiger Gott,

deine Liebe verbindet uns untereinander und
dein Wort bindet uns an dich.

Vor dir denken wir an die Menschen,
in deiner Kirche auf der ganzen Welt.
Wir bitten dich:
Verbinde uns untereinander mit deiner Liebe,
damit wir deine heilende Gegenwart durch Christus in dieser Welt bezeugen.

Vor dir denken wir an die Menschen,
die nicht so glauben wie wir und doch auf deine Gegenwart vertrauen.
Wir bitten dich:
Öffne uns durch dein Wort füreinander,
damit wir gemeinsam allen Menschen und deiner Schöpfung dienen.

Vor dir denken wir heute an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Katholikentages in Osnabrück.
Wir bitten dich:
Eine uns im Bekenntnis zu Jesus Christus.

(Dich rufen wir an: Erhöre uns.)

Barmherziger Gott,

deine Liebe verbindet uns untereinander und
dein Wort bindet uns an dich.

Vor dir denken wir an die Menschen
in Birma, die unter den Folgen des Zyklons leiden
und an die Menschen
in China, die vom Erdbeben betroffen sind.
Wir bitten dich um
Heilung für die Verletzten
Hoffnung für die Trauernden
Hilfe für die Obdachlosen
Stärke für die Helfenden
Frieden für die Sterbenden
Rechtschaffenheit für die Regierenden.

Vor dir denken wir auch an die Notleidenden in unserem Land,
an die Kranken, die Arbeitslosen, die Wohnungslosen,
die Verzweifelten und Geängsteten.

Wir bitten dich um
Trost und Hilfe, Hoffnung und Gerechtigkeit.

(Dich rufen wir an: Erhöre uns.)

Ewiger Gott,

deine Liebe verbindet uns untereinander und
dein Wort bindet uns an dich.

Vor dir denken wir an alle, die uns nahe sind und die wir lieben.
Sei mit ihnen mit deinem Segen.

Vor dir denken wir an alle, mit denen wir es schwer haben,
versöhne uns durch dein Wort.

Vor dir denken wir an die Verstorbenen,
laß sie in deiner ewigen Liebe geborgen sein.
Durch deine Liebe und dein Wort sind wir über die Zeiten verbunden.

Deiner Liebe vertrauen wir uns und deine Welt an
durch Jesus Christus,
der dein Wort und deine Liebe ist – in Ewigkeit. Amen

Einführende Informationen zum Wochengebet