In den USA befanden sich denn auch die ersten Gemeinden, deren Notlage den Anstoß zur Gründung der sogenannten „Gotteskastenvereine“ gab. Als während des 19. Jahrhunderts zahlreiche Menschen aus Deutschland auswanderten, fehlte es in der „Neuen Welt“ an allem, was für ein Gemeindeleben wichtig ist: Angefangen von den Pfarrern über Bibeln, Räumlichkeiten, Mobilität der Mitarbeitenden etc. 1853 wurde in Hannover der erste „Gotteskastenverein“ gegründet, der die Ausgewanderten darin unterstützte, ihren lutherischen Glauben auch in der neuen Heimat, weit verstreut vielleicht und fernab von ihrer spirituellen Herkunft zu praktizieren.
Im Martin-Luther-Bund sind zahlreiche Martin-Luther-Vereine auf der Ebene von Gemeinden bzw. Landeskirchen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengeschlossen. Diese Vereine unterstützen in eigener Verantwortung Partnerkirchen des Martin- Luther-Bundes. Auch außerhalb Deutschlands existieren Martin-Luther-Vereine.
Die VELKD fördert die Arbeit des Martin-Luther- Bundes mit finanziellen Mitteln. 2005 beispielsweise wurden fast 280.000 Euro für die Arbeit in den Projekten zur Verfügung gestellt:
| humanitäre Hilfen | € 83.300 |
| Baumaßnahmen | € 72.300 |
| Bildungsmaßnahmen und technische | € 42.280 |
| Literatur- und Motorisierungshilfen | € 40.600 |
|
Personalkosten |
€ 38.400 |
In Deutschland werden Stipendiatinnen und Stipendiaten aus osteuropäischen Ländern (z. B. aus Armenien, Bulgarien, Georgien, Griechenland, Moldawien, Rumänien, Serbien, Syrien, Ukraine und Russland) unterstützt.
Kontakt:
Martin-Luther-Bund e.V.
Diasporawerk der VELKD
Fahrstraße 15
91054 Erlangen
Deutschland
Tel.: 09131/7870-0
Fax: 09131/7870-35
E-Mail: info@martin-luther-bund.de