Die VELKD pflegt ihre Kontakte zu den zum LWB gehörenden lutherischen Kirchen in Lateinamerika und in der Karibik. Die gewachsenen historischen Beziehungen sind eine wichtige Brücke der Verständigung und fruchtbar für gegenseitige Anregungen. Der Austausch beim sogenannten "Runden Tisch der EKD" einerseits und die Kontakte zum Lateinamerikareferat beim LWB andererseits ermöglichen eine gute Absprache, um Unterstützungen ebenso wie Besuche zu koordinieren und sich gegenseitig über die derzeitige Situation in Lateinamerika zu informieren.
Intensive Beziehungen bestehen zu den lutherischen Kirchen in El Salvador, Honduras, Nicaragua und Costa Rica, die zusammengeschlossen sind in der Comunión de Iglesias Luteranas de Centro América, der Gemeinschaft lutherischer Kirchen in Zentralamerika. In einem Umfeld von Naturkatastrophen, sozialer Gewalt und struktureller Armut stellen die dortigen Kirchen sich auf die Seite ausgegrenzter und hilfsbedürftiger Menschen. Neben der gegenseitigen Anteilnahme und dem theologischen Dialog mit diesen und mit den anderen lateinamerikanischen Partnerkirchen, ermöglicht der Lateinamerika-Fonds der VELKD, kleine Projekte finanziell zu unterstützen. Diese Unterstützung ist wichtig, um kirchliche Arbeit vor Ort, die oft nur geringe Mittel benötigt, zu unterstützen. Hierzu gehören z. B. die Unterstützung eines Gemeindekurses in Venezuela oder die Finanzierung eines Anti-Gewalt-Programms in Kolumbien.
Um den so genannten Süd-Süd- Austausch zu stärken, finanziert die VELKD im Rahmen ihrer Möglichkeiten Reisen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Partnerkirchen aus den Ländern des Südens. Außerdem werden die theologischen Ausbildungseinrichtungen der Partnerkirchen u. a. in Chile, Argentinien, Brasilien und Bolivien bei der Anschaffung von wissenschaftlicher Literatur unterstützt.