Besondere Bedeutung besitzt in der frühen Kirche die Woche nach Ostern (Osteroktav, Weiße Woche), in der Gottesdienste und Predigten (Katechesen) für die Neugetauften gehalten werden. In Jerusalem kommt man in dieser Woche täglich in der Himmelfahrtskirche zusammen, um die Erhöhung Christi zu feiern. Seit dem 4. Jh. wird es üblich, gemäß der lukanischen Chronologie den 40. Tag nach Ostern — den Donnerstag vor dem 6. Sonntag nach Ostern — als Tag der Himmelfahrt Christi zu begehen.
Die liturgische Farbe der Osterzeit ist weiß. Während der Gottesdienste bis zum Pfingstsonntag brennt die Osterkerze, die früher vielfach bereits nach dem Evangelium des Himmelfahrtstages gelöscht wurde. Kennzeichnend für die Osterzeit ist der doppelte Hallelujavers mit dem entsprechend wiederholten Halleluja (durchgängig dabei an zweiter Stelle stets der Ostergruß: »Der Herr ist auferstanden...«).