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Vom Sonntag her leben - Der Osterfestkreis - Die Österliche Freudenzeit

3. Sonntag nach Ostern: Jubilate

Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist: Bestimmend für den Charakter dieses österlichen Sonntags ist weniger das starke Bild vom Weinstock und den Reben, das im Evangelium Joh 15,1-8 entfaltet wird, als vielmehr der Gedanke der ›neuen Schöpfung‹, wie er im Wochenspruch (2 Kor 5,17) anklingt. Die Erinnerung an die erste Schöpfung am Beginn der Welt (alttestamentliche Lesung ist 1 Mose 1,1-4a.26-31a; 2,1- 4a) darf dabei ebenso wenig fehlen wie der Hinweis auf die Natur, die in diesen Tagen zu neuem Leben erwacht: »Du Schöpfer aller Dinge, wie du die Natur zu neuem Leben erweckst, so willst du auch uns Menschen erneuern und einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen...« (zweites Tagesgebet).

Eine eigenwillige, nicht leicht zu erfassende Verbindung zwischen Schöpfung und Jesusnachfolge stellt das dritte Tagesgebet her: »Gott, du Lebenshauch des Paradieses, dich loben wir. Hauche uns deinen Geist ein, dann können wir unseren Weg gehen, wie du ihn gegangen bist.« In glücklicher Weise vermag das Wochenlied EG 108 den Gedanken des ›Weges‹ mit der Auferstehungsbotschaft zu verbinden: »Mit Freuden zart zu dieser Fahrt...« Auch die Epistel aus 1 Joh 5, 1-4 feiert den Sieg des Glaubens, »der die Welt überwunden hat«. Wie alle Sonntage der Österlichen Freudenzeit (Ausnahme: Rogate) verdankt auch Jubilate seinen Namen der Antiphon zum Eingangspsalm: »Jauchzeit Gott, alle Lande« (Ps 66).

Liturgische Farbe: weiß
Evangelium: Joh 15,1-8
Predigt: 2 Kor 4,16-18
Wochenlied:  Mit Freuden zart zu dieser Fahrt (EG 108)

Fürbitten für den Sonntag Jubilate
(29. April 2012)

Das frische Grün rühmt deine Gegenwart,
Gott, du Schöpfer des Lebens.
Die Sonne feiert die Auferstehung.
Mit ihr zusammen feiern wir dich.
Im Licht der Auferstehung bitten wir dich:
Weck das Tote auf.
Erwecke die abgestorbenen Hoffnungen zu neuem Leben.
Schenke dort neuen Mut, wo Verzweiflung und Ratlosigkeit lähmen.
Erhelle mit deinem Osterlicht die Orte der Finsternis.
Erfülle die Schwachen mit deiner Lebenskraft.
Heile die verwundete Schöpfung.
Mache diese Welt neu.
Wir loben dich und rufen:
Halleluja.
Die Freude über neugeborenes Leben erinnert uns an dich,
Christus, du Freund der Menschen.
In den Augenblicken des Friedens kommt uns deine Auferstehung nahe.
Voller Sehnsucht nach Frieden bitten wir dich:
Versöhne die, die im Streit liegen,
Schenke den Völkern Versöhnung,
und denen, die sich über die Wahrheit und den rechten Glauben streiten.
Lege denen, die durch Hass und Gewalt verdienen, das Handwerk.
Schütze die Verwundeten und Verfolgten.
Segne unsere Kinder, unsere Täuflinge und Konfirmanden.
Breite deinen Frieden aus.
Wir loben dich und rufen:
Halleluja.
Die Hoffnung gegen den Augenschein bezeugt deine Macht.
Heiliger Geist, du Trost und Leben.
In den Liedern der Freude singen wir, wovon nur der Glaube weiß.
Erfüllt von deiner österlichen Gegenwart bitten wir dich:
Begeistere deine Kirche.
Eine sie.
Gib den Kranken Hoffnung und denen, die ihnen beistehen, Liebe.
Nimm dich der Sterbenden an.
Tröste die Trauernden.
Berühre uns und alle, die zu uns gehören mit deiner belebenden Gegenwart.
Wir loben dich und rufen:
Halleluja.   Lebendiger, barmherziger Gott,
Vater, Sohn und Heiliger Geist,
du machst alles neu.
Höre unseren Dank.
Höre unser Lob.
Höre unsere Bitten,
Halleluja.   Amen.

Einführende Informationen zum Wochengebet  

Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen