Als alttestamentliche Lesung Ez 37,1-14 liest man die große Vision des Propheten von der Auferweckung des Totenfeldes durch den Odem Gottes. Die Epistel 1 Petr 3,18-22 enthält den — später auf die ›Höllenfahrt Christi‹ gedeuteten — Hinweis, dass Christus auch den »Geistern im Gefängnis« gepredigt habe. Das Evangelium Mt 27,(57- 61)62-66 erzählt von der Grablegung Jesu durch Josef aus Arimathäa und von der Anordnung des Pilatus, das Grab bewachen zu lassen.
Liturgische Farbe: schwarz
Evangelium: Mt 27,(57-61).62-66
Predigt: Heb 9, 11-12.24
Wochenlied: Wir danken dir, Herr Jesu Christ (EG 79)
Ach Gott – wo bist du?
So viel Sterben, so viel Tod,
wie sollen wir das nur ertragen?
Wir haben unsere Lieben an den Tod hergeben müssen.
Wir können sie nicht mehr erreichen.
Welten liegen nun zwischen ihnen und uns.
Aber du bist doch da, Gott!
Du bist bei ihnen, Gott!
Reiß sie heraus aus dem Tod – dir vertrauen wir,
du unser Gott, du Gott der Toten und der Lebenden.
Ach Gott – wo bist du?
Die elenden Schmerzen, mit denen wir Menschen uns plagen,
die Tränen, die nicht aufhören!
Kriege stürzen Unschuldige ins Elend,
der Tod macht seine Beute auch unter Kindern.
Hunger und Flucht sind seine Waffen.
Gott, du bist doch da!
Du kannst eingreifen, Gott!
Mit Jesus hast du es getan.
Mach ein Ende mit den Schmerzen und wische die Tränen ab.
Dir vertrauen wir, du unser Gott,
du Gott der Toten und der Lebenden,
der Weinenden und Hoffenden.
Ach Gott – wo bist du?
der Glaube an dich hat es schwer,
deine Feinde sind laut und mächtig.
Deine Engel sind unscheinbar
und der Tod ist allgegenwärtig.
Gott, du bist doch da!
Beschütze deine Gläubigen,
schicke deine Engel und bewahre sie,
damit wir dir singen im Feuer und in Not.
Dir vertrauen wir, du unser Gott,
du Gott der Toten und der Lebenden,
du Gott des Lebens heute und alle Tage.
Amen.
Einführende Informationen zum Wochengebet
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