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Vom Sonntag her leben - Der Osterfestkreis - Die Österliche Freudenzeit

1. Sonntag nach Ostern: Quasimodogeniti

Wie die neugeborenen Kinder: Der Name des Sonntags verweist auf die Antiphon (nach 1 Petr 2,2a) zum Eingangspsalm (Ps 116), und die wiederum macht auf die besondere Bedeutung aufmerksam, die der Weiße Sonntag in der frühen Kirche besaß: Während der Osterwoche fanden täglich Gottesdienste statt, an denen die in der Osternacht Getauften in ihren weißen Taufkleidern teilnahmen und in denen sie in ein tieferes Verständnis der Sakramente eingeführt wurden. Am Sonntag nach Ostern legten sie ihre Taufkleider wieder ab.

Während die Epistel 1 Petr 1,3-9 (aus der auch der Wochenspruch genommen ist) mit dem Stichwort ›Wiedergeburt‹ das Taufthema aufgreift, stellt das Evangelium Joh 20,19-29 — der Chronologie des Johannes folgend, der von einer Erscheinung Jesu ›nach acht Tagen‹ berichtet — die Gestalt des ›ungläubigen Thomas‹ in den Mittelpunkt. Das zweite Tagesgebet spricht dieses Thema an (»Gott, wir haben deinen Sohn Jesus Christus nicht mit eigenen Augen gesehen und unsere Hände haben seinen Leib nicht berührt«), während das dritte wieder ganz existenzielle, diesmal recht depressive Töne anschlägt (»Müde waren wir und verzagt, sprachlos gemacht und ohne Hoffnung«). Wochenlied ist die knappe, theologisch jedoch sehr gefüllte Osterleise Martin Luthers (EG 102).

Liturgische Farbe: weiß
Evangelium: Joh 20,19-29
Predigt: Kol 2,12-15
Wochenlied: Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod überwand (EG 102)

Fürbitten für den Sonntag Quasimodogeniti
(15. April 2012)

Halleluja, wir loben dich, du unser Gott.
Du hast Jesus Christus von den Toten auferweckt.
Du machst das Leben stärker als den Tod.
Wir bitten dich:

Zeige deinen Triumph über den Tod auch heute.
Zeige dich bei den Trauernden und tröste sie.
Zeige dich bei den ungezählten Katastrophenopfern.
Wir denken heute an die Menschen auf Sumatra.
Zeige dich bei den Hungernden und gib ihnen das tägliche Brot.
Wir denken heute an die Menschen in der Sahelzone.
Zeige dich bei den Sterbenden und Kranken und alle, die sie begleiten.
(Wir denken heute an ....)
Du machst das Leben stärker als den Tod.
Wir rufen dich an: Höre unsere Bitten.

Entkleide die Mächte und Gewalten auch heute ihrer Macht.
Entmachte die Feinde des Lebens und behüte die Gefangenen.
Entmachte die ungerechten Herrscher und schütze die Schwachen.
Entmachte die Kriegsherren und beschirme die Flüchtenden.
Wir bitten dich, du Gott des Lebens, für die Menschen in Syrien.
Wir bitten für die Menschen in Nigeria, für Christen und Muslime.
Wir bitten für die Untergrundgemeinden in Nordkorea.
Du erhebst die Niedrigen.
Wir rufen dich an: Höre unsere Bitten.

Mache durch den Glauben auch heute lebendig.
Schenke dein Leben
den Täuflingen,
den Konfirmandinnen und Konfirmanden,
Schenke dein Leben
deiner Kirche,
allen, die dein Wort verkündigen,
allen, die auf der Suche nach dir sind.
Du bist das Leben.
Wir rufen dich an: Höre unsere Bitten.

Vergib uns unsere Schuld,
befreie uns und alle, die zu uns gehören,
damit wir in unseren Tagen Hoffnung haben.
Du bist unsere Hoffnung.
Wir rufen dich an: Höre unsere Bitten.
durch Jesus Christus, den du vom Tod auferweckt hast.
Amen.

Einführende Informationen zum Wochengebet  

Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen