Ermahnung, aber auch Ermutigung zu Gebet und Fürbitte bestimmen den Charakter des Sonntags: »Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er’s euch geben« (aus dem Evangelium Joh 16,23b-28[29- 32]33). Wochenspruch, Hallelujavers und Antiphon zum Eingangspsalm nehmen diesen Klang im Lobpreis des Gebers auf: »Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet« (Ps 66,20).
Aus dem Alten Testament wird die starke Geschichte von der Fürbitte des Mose und dem Sinneswandel Gottes gelesen: »Da gereute den Herrn das Unheil, das er seinem Volk zugedacht hatte« (2 Mose 32,7- 14). Mit starken Bildern, wenn auch auf ganz andere Weise, packt uns das dritte Tagesgebet (»O Gott, dich rufen wir an, wir sehnen uns nach dir, wie sich eine Frau in den Wehen nach der Entbindung sehnt«; vgl. dazu Joh 16,21), während das zweite die Botschaft des Evangeliums aufnimmt: »Erbarmender Gott, du hast uns verheißen, dass du uns geben willst, was wir im Namen deines Sohnes erbitten«.
Liturgische Farbe: weiß
Evangelium: Joh 16,23b-28.(29-32).33
Predigt: Kol 4,2-4 (5-6)
Wochenlied: Zieh ein zu deinen Toren (EG 133)
Wenn wir dich bitten, Gott, können Wunder geschehen.
Täglich rufen deine Gläubigen dich an.
Täglich vertrauen wir darauf,
dass du es gut machst.
Täglich hoffen wir auf deine Wunder.
Wir hoffen auf dein Eingreifen,
dort wo der Tod reiche Beute machen will:
Sorge dich um die Menschen
in den Kriegsgebieten und Straflagern,
an den Orten der Zerstörung und Gewalt.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.
Wir hoffen auf dein Eingreifen,
wo die Gerechtigkeit mit Füßen getreten wird.
Sorge dich um die Menschen,
denen das Glück verweigert wird,
die von den Verhältnissen nichts erwarten können.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.
Wir hoffen auf dein Eingreifen,
wo Hunger wütet.
Sorge dich um die Menschen im Sudan und der ganzen Sahelzone,
um die Bauern, die kein Saatgut mehr haben,
um die verdorrten Felder.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.
Wir hoffen auf dein Eingreifen,
wo Heilung ersehnt wird.
Sorge dich um die Menschen,
in den Hospizen und Pflegestationen,
um die Verzweifelten und die, die verhöhnt und verlacht werden.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.
Wir hoffen auf dein Eingreifen,
wo Angst regiert.
Sorge dich um die Menschen,
die bedroht werden,
Sorge dich um die Verfolgten,
um die Hausgemeinden in China,
um die Christen im Irak und in Ägypten.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.
Wir hoffen auf deine Gegenwart,
wo Hoffnung aufkeimt.
Mache die stark,
die gegen Korruption und Gewalt ankämpfen.
Gib Kraft denen,
die sich nicht mit den Verhältnissen abfinden wollen.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.
Wir hoffen auf deine Gegenwart,
wo Liebe wächst.
Segne die Familien,
die Mütter,
die Menschen, die füreinander einstehen.
Segne die Kinder, unsere Kinder und alle Kinder.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.
Wir hoffen auf deine Gegenwart,
wo der Glaube an Jesus Christus wohnt,
sei in unserer Mitte und
erfülle uns und deine Gemeinde mit deinem Geist.
Höre uns, denn du kannst es gut machen.
Höre uns und tu deine Wunder.
Höre uns durch Jesus Christus.
Amen.
Einführende Informationen zum Wochengebet
Weitere Gebete zu den Sonn- und Festtagen